© Vignobles Comtes von Neipperg

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Das Château Canon La Gaffelière liegt an den Toren des mittelalterlichen Städtchens Saint-Emilion, am Fuße des südlich ausgerichteten Hanges.
Auf einer Fläche von 19,5 Hektar bilden die Tonkalk- und Tonsandböden ein komplexes und dennoch außergewöhnliches Terroir. An der Oberfläche ist die Sanddominanz umso höher, je weiter man sich vom Hangfuß entfernt.
Das auf die Bodenbeschaffenheit zurückzuführende fast perfekte Gleichgewicht des Sortenbestands mit 55% Merlot, 40% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon ist eher untypisch: der Durchschnitt in den Weinbergen von Saint-Emilion liegt bei rund 70% Merlot. Auf diesen warmen Böden sorgt der höhere Anteil an Cabernet Franc für florale und würzige Geruchsnoten.
Der Merlot verleiht dem Wein eine runde und opulente Basis, die man "in der Breite" schmeckt. Das Terroir bekommt dem Cabernet äußerst gut und gibt ihm Kraft und aromatische Komplexität. Die alten Rebstöcke des Cabernet Franc finden hier ihre bevorzugte Heimat. Als spät reifende Rebsorten profitieren die Cabernets von der hohen Wärmeaufnahmefähigkeit dieser Böden, was für einen früheren Reifeprozess sorgt.
Die Rebstöcke sind im Durchschnitt 45 Jahre alt, tief im tonhaltigen Ganggestein verwurzelt und spiegeln die Qualitäten des Terroirs wider. Die Erneuerung erfolgt im Wesentlichen durch Complantation (dt. "Zusammenpflanzen"); die letzte Neupflanzung geht auf das Jahr 1986 zurück. Heute findet eine Massenselektion in den Weinbergen statt, vor allem von ganz besonders wertvollen Stöcken von Cabernet Franc, mit dem Ziel, das genetische Erbgut und das erreichte Gleichgewicht langfristig zu erhalten.
Die Weine von Château Canon La Gaffelière, von beachtlicher Struktur, beständiger Eleganz und schöner Länge zeugen mit Eloquenz von einer neuen Philosophie, unter deren Zeichen ihre Erzeugung steht.
« Ein eher "intellektueller" Wein, von Finesse und offeneren Konturen gekennzeichnet, die für eine etwas schnellere Reife sorgen. Florale Aromen vermischen sich mit Frucht und in Richtung Unterholz gehenden Noten - ein feiner, delikater Genuss für Nase und Gaumen. »
Stephan von Neipperg
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